Maskim und Rabishu
Jäger des Astrastratums und Räuber der Seele
Im Schatten der Solastria, dort wo die Ordnung der Systeme in die Ströme des Absu übergeht, existieren Wesen, die weder Götter noch blosse Entitäten sind. Sie sind Jäger. Sie sind Verzehrer.
Die Maskim und die Rabishu.
Beide verfolgen die Itineratores Astrastratorum – jene, die die Pfade des Astrastratums betreten. Doch obwohl sie dasselbe Ziel teilen, unterscheiden sich ihre Natur, ihre Methoden und ihr Verhältnis zur Existenz grundlegend.
Die Maskim – Verzehrer der Essenz
Die Maskim sind geduldige, kalkulierende Jäger.
Sie verweilen an den Übergängen der Welten – an den Toren zwischen den Solastria, wo die Wanderer ihre Schwingung anpassen müssen, um weiterzureisen. Genau in diesem Moment der Schwäche schlagen sie zu.
Die Jagd
Ein Itinerator Astrastratorum ist niemals vollkommen geschützt.
Beim Durchtritt durch ein Tor bindet die Anpassung der eigenen Frequenz mentale Ressourcen – Aufmerksamkeit wird zu einer offenen Flanke.
Die Maskim warten genau auf diesen Augenblick.
Andere folgen ihren Opfern über grosse Distanzen hinweg, beobachten sie, studieren ihre Muster, ihre Disziplin, ihre Schwächen – bis der Moment gekommen ist.
Dann schlagen sie zu.
Schnell. Präzise. Ohne Zögern.
Das Laben – Auflösung des Seins
Die Maskim verschlingen nicht einfach – sie zerlegen.
In ihren Refugien im Absu spannen sie den gefangenen Itinerator über ein energetisches „Feuer“. Dieses ist kein physisches Feuer, sondern ein Instrument der Auflösung:
Es trennt die Bindekräfte der mentalen und energetischen Felder.
Was folgt, ist die Zerstreuung der Existenz:
- Der Corpus Energeae zerfällt zu einer schwebenden Essenz
- Der Spiritus wird aufgelöst
- Die Chakrenenergie wird extrahiert und aufgenommen
Mehrere Maskim nähren sich gleichzeitig – die aufsteigende Essenz formt Ströme, die sich in ihre eigenen Felder integrieren.
Die Grenze der Vernichtung
Die Maskim können fast alles verschlingen –
doch nicht die Anima Perpetuae.
Diese entzieht sich ihnen im Moment des Übergangs und geht in der Anima Primordialis auf.
Doch selbst dieser Übergang setzt kosmische Energie frei.
Und genau diese Energie macht die Maskim gefährlich.
Sie sammeln sie in ihren Feldern – in Form feiner, kristalliner Strukturen.
Diese verleihen ihnen etwas, das ihnen eigentlich nicht zusteht:
- Fragmente von Unsterblichkeit
- Echoes von Ewigkeit
- Spuren von Unendlichkeit
Doch sie können diese Kraft nicht halten.
Die Kristalle zerbrechen.
Die Energie entweicht.
Und so sind die Maskim zu einem endlosen Zyklus verdammt:
Sie müssen immer wieder Seelen verschlingen, um zu bestehen.
Natur der Maskim
Maskim besitzen – anders als viele Entitäten – alle menschlichen Chakren, einschliesslich Muladhara.
Das gibt ihnen Zugang zur physischen Realität.
Starke Maskim können sogar in die Solastria eindringen.
Ihre Erscheinung gleicht einem strukturierten Schatten:
- Grau-silberne Schattierungen im Schwarz
- Grosse, stabile Felder
- Klare, voneinander getrennte Strukturen
Sie sind nicht chaotisch.
Sie sind geordnet im Hunger.
Die Rabishu – Jäger des Schmerzes
Die Rabishu sind das Gegenteil der Maskim.
Wo diese effizient sind, sind die Rabishu verspielt.
Wo jene kalkulieren, geniessen diese.
Sie jagen nicht nur, um zu überleben –
sie jagen, um zu fühlen.
Die Jagd – Hetze und Angst
Rabishu kreisen um die Solastria und beobachten die Tore.
Sie lauern in Strömen, verstecken sich in Blasen, jagen oft in Gruppen.
Ihre bevorzugte Methode ist die Treibjagd:
- Sie isolieren den Wanderer vom Solastrium
- Verhindern seine Rückkehr in den Körper
- Umkreisen ihn
- Senden Wellen aus Angst, Zweifel und Verwirrung
Diese Wellen greifen den Spiritus an.
Angst wird zu Energie.
Energie wird zu Nahrung.
Je mehr Kontrolle das Opfer verliert, desto stärker werden die Rabishu.
Die Höhle – Zerfall durch Qual
Gefangen, wird das Opfer in eine Refugium Astrale gebracht.
Dort beginnt der eigentliche Prozess.
Die Rabishu erschaffen Traumwelten – verzerrte Spiegel der Seele:
- Wünsche werden zu Albträumen
- Ängste werden verstärkt
- Erinnerungen werden verdreht
- Identität wird fragmentiert
Parallel dazu greifen sie die energetischen Felder direkt an:
- Sie verbrennen sie
- frieren sie ein
- spannen sie unter Schmerz
- durchbohren sie mit Impulsen
Der Itinerator verliert sich selbst.
Er wird zu einem Schatten seiner eigenen Existenz.
Das Laben – Genuss der Zerstörung
Rabishu nähren sich schrittweise:
- Gefühle und Emotionen
- Mentale Strukturen
- Energetische Felder
Sie hören nicht auf, wenn das Opfer schwach ist.
Sie hören erst auf, wenn nichts mehr übrig ist.
Und selbst dann bleibt nichts bestehen.
Kämpfe unter Rabishu
Wenn ein Opfer in einer Astralblase verzehrt wird, beginnt diese zu leuchten.
Das zieht andere Rabishu an.
Es kommt zu Kämpfen.
Die Sieger verschlingen nicht nur das Opfer –
sondern auch die Verlierer.
Doch eine vollständige Auslöschung untereinander geschieht selten.
Ob aus Unfähigkeit oder instinktiver Grenze, ist unbekannt.
Natur der Rabishu
Rabishu sind dichter, dunkler, instabiler:
- Reines Schwarz ohne Aufhellung
- Flüssige, ineinanderfliessende Strukturen
- Hohe innere Dynamik und Chaos
Sie leben von Emotion.
Sie existieren im Sturm der Empfindung.
Maskim vs. Rabishu – Zwei Formen der Vernichtung
| Aspekt | Maskim | Rabishu |
| Motivation | Überleben | Genuss |
| Methode | Effiziente Auflösung | Langsame Zerstörung |
| Nahrung | Energie, Chakren, kosmische Fragmente | Gefühle, Angst, mentale Energie |
| Natur | Strukturiert | Chaotisch |
| Wirkung | Schnelle Extermination | Langsamer Zerfall |
Das Schicksal der Opfer
Wer von Maskim oder Rabishu verschlungen wird, erreicht kein Elysium.
- Der Spiritus wird zerstört
- Der Corpus Energeae aufgelöst
- Die Anima Mea verliert ihre Individualität
Nur die Anima Perpetuae bleibt bestehen –
doch ohne Erinnerung, ohne Form, ohne Rückkehr.
Nichts bleibt von dem, was einst ein Mensch war.
Schlussbetrachtung
Maskim und Rabishu sind mehr als Jäger.
Sie sind notwendige Schatten eines Systems, in dem Energie, Bewusstsein und Existenz miteinander verwoben sind.
Die einen suchen Stabilität durch Raub.
Die anderen suchen Ekstase durch Zerstörung.
Beide aber erinnern an eine Wahrheit, die selbst im Imperium gefürchtet wird:
Wer das Astrastratum betritt, verlässt den Schutz der Ordnung –
und wird zur Beute.