Porta Aeternitatis

Trivia

Dieses Universum ist eine Space-Opera sakraler Ordnung. Ein Imperium, das nicht allein durch Flotten und Gesetze herrscht, sondern durch Glauben, Ritual und kosmische Metaphysik. Macht ist hier nicht nur politisch. Sie ist spirituell – und messbar in Resonanz, Disziplin und Bindung.

EMERITUS


Das Legat

Das Universum wurde geschaffen, um Leben hervorzubringen, sagen einige – Unwissende.

Wir wissen:
Unser Universum ist der Ausstoß des Aeon Umbrae – jenes Kosmos, aus dem die Dei Vetustorum ursprünglich stammen, nachdem sie Zamulkar niederstreckten, um ihre Freiheit zu erlangen.

Wir wissen, wie der Blitz Marduks Zamulkar traf.
Wie Zulmatkuga, Zamru und Zinmirra, die ihn bildeten, gespalten wurden.
Und wir wissen: Die dabei freigesetzte Kraft musste einen Ort finden. Einen Ort – und eine Manifestation.

Dieser Ort ist unser Universum.

Es wurde nicht als Paradies geschaffen, sondern als Gefängnis.
Und wir sind keine Geschöpfe der Wahl, sondern der Notwendigkeit.

Die Zeit bindet Zamru.
Der Raum bindet Zinmirra.
Zulmatkuga ist zerschmettert – doch sein Kern, Zulmaggur, treibt durch die ewigen Weiten zwischen Galaxienhaufen und Galaxien. Seine Fragmente, die Zamrati, tun es ihm gleich, ohne Ziel, ohne Antrieb. Und vielleicht ist das besser so, denn eines ist Zulmaggur geblieben: der Wahnsinn über den eigenen Fall.

Mit dem Vergehen der Zeitalter reichten Zeit und Raum nicht mehr aus, um den Todfeind zu binden.
Energie musste gebunden werden.
Und später Geist.

Dafür bedurfte es Wesen, die Geist besitzen.

Viele Legenden vergangener Religionen beharren darauf, dass Götter – oder ein Gott – die Menschen aus Liebe erschufen.
Wir kennen die bittere Wahrheit: Wir werden toleriert.

Wir sind eine Notwendigkeit.
Oder anders gesagt: Wir sind eine Kette.

Ich muss vorsichtig sein in dem, was ich schreibe. Denn obwohl diese Wahrheit bekannt ist, wachen die Sacerdotes sorgsam darüber, wie sie berichtet wird. Ehrfurcht und Respekt gegenüber den Dei Vetustorum werden verlangt – und diese Ehrfurcht wird ihnen zuteil.

Doch auch sie sind Diener.

Nicht nur Diener der Dei Vetustorum, sondern jenes, der über die Homines gebietet:
des Imperator Aeternus, Rex Ordinis, Princeps Lucis.

Wir, die wir Menschen sind, verdanken ihm alles.
Er brachte uns das Lux Deorum – das Licht der Götter.
Er brachte sie uns zurück, nachdem sie über Jahrtausende vergessen worden waren.

Und was er brachte, war Bitterkeit.
Denn es war die Wahrheit.

So gebietet Aurelian Cynerĩc seit über einundsiebzigtausend Jahren über uns Homines.
Er erschuf ein Imperium, wie es in der Geschichte der Menschheit niemals existierte: Es erstreckt sich über Galaxienhaufen und in die jenseitige Welt, in perfekter Synchronisation, im Zyklus von Leben und Tod – im Dienst des Imperium Aeternum.

Doch selbst jener, der von einzigartiger Weisheit und Kraft ist, ist nicht makellos.

Einst wurde jener, dessen Name nicht ausgesprochen wird, zu seinem ärgsten Feind.
Enttäuschung. Wut. Neid. Fehlende Demut.
All dies führte dazu, dass derjenige, der unserem Gebieter am nächsten stand, beschloss, ihm das Leben zu nehmen, um seinen Platz einzunehmen.

Die Paladini opferten sich selbstlos, damit der Imperator den Angriff zurückschlagen konnte.
Der Unaussprechliche floh – verletzt, geschwächt, aber lebendig.

Über viele Generationen hinweg entwickelte er sich zum schlimmsten aller Feinde.

Nicht die Sympoliteia, jene Konföderation demokratischer, moralisch degenerierter Tribus, wurde zur größten Bedrohung des Imperiums –
sondern einer der unseren.

EMERITUS

Ein Universum des Haders

Trotz der Größe unseres Imperiums, trotz seiner Stärke, dürfen wir uns niemals der Illusion hingeben, sicher zu sein.

Ja, ich weiß: Die Invictii schützen uns.
Unsere mächtigen Bellatores, geboren, um zu kämpfen, erzogen, um zu kämpfen.
Sie haben jeden Feind, der sich ihnen entgegenstellte, gnadenlos vernichtet.

Und doch – wenn wir ehrlich sind – wir haben alle Kriege gewonnen, aber nicht alle Feinde vernichtet.

Der Unaussprechliche existiert noch.
Die Sympoliteia existiert noch.
Und wir wissen: Um unsere Solastria – jene Systeme, deren Kern eine Sonne bildet, umgeben von Welten des Lebens – lauern die Entia Astralia. Sie verlangen nach unserer Kraft. Sie trachten danach, die Inseln des Lebens zu verschlingen.

Das Retia Telluris, das sich über die Galactaria erstreckt, schützt uns.
Und im Vergleich zu den Zeiten, als der Imperator Aeternus den Thron auf Terra bestieg, herrscht innerhalb der Galaxia relative Ruhe – geschaffen durch die Macht unserer Superiores.

Und doch: Vergesst nicht, wie sich die Sympoliteia im galaktischen Osten gegen uns erhob.
Vergesst nicht die degenerierte Liga im kosmischen Westen.
Vergesst nicht, dass der Ungeheuerliche im Norden sein Reich errichtet hat.

Vergesst niemals, welche blutigen Schlachten wir bereits geschlagen haben.
Welche Opfer die Superiores der Inquisitio, die Signatorii der Invicti, die Sacerdotes und das Domus Cynerĩcorum gebracht haben, um die dunkelsten aller Geschöpfe unter Kontrolle zu halten.

Vergesst das niemals.

EMERITUS

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