Doctrina de Vita Ordinis et Vita Mea
(Lehre vom Leben der Ordnung und vom Leben des Selbst)
I. De Vita Ordinis
Der Mensch des Imperiums wird nicht dem Zufall überlassen.
Er wird geboren in einen Ordo, der ihn trägt, formt und schützt.
Jeder Civianus, jede Civiana steht von der Zeugung an unter der Ordo Imperii und der Ordo Deorum Vetustorum.
Aus dieser doppelten Ordnung erwächst:
Vita Ordinis – das Leben der Ordnung.
Die Vita Ordinis umfasst:
- alle öffentlichen Pflichten,
- alle sozialen Verpflichtungen,
- alle sakralen Riten,
- alle gesetzlich festgelegten Formen der Coniunctio Sacri,
- das Auftreten als Coniunctus Fidelis oder Coniuncta Fidelis,
- die Teilnahme an Festtagen, Riten und öffentlichen Versammlungen,
- die sichtbare Verkörperung des Ordonatiums, Subordonatiums, Minoratiums sowie Triba, Clanus und Familia.
Die Vita Ordinis ist keine Privatsache.
Sie ist Gesetz.
Über ihre Einhaltung wird Rechenschaft abgelegt.
Wer sie aus Nachlässigkeit missachtet, wird ermahnt.
Wer sie böswillig verletzt, wird bestraft.
Denn in der Vita Ordinis liegt:
- die Stabilität der Gesellschaft,
- die Synchronisation der Civiani,
- die Ehre der Dei Vetustorum,
- die Kohäsion des Reiches.
Wie in einem gewaltigen Tanz bewegt sich das Gefüge des Imperiums, wenn jeder seinen Schritt kennt und ihn ausführt.
Aus dieser Synchronisation erwächst Macht.
Aus dieser Macht erwächst Sicherheit.
Aus dieser Sicherheit erwächst Wohlstand.
Ein Teil jedes Menschen gehört der Ordnung.
Ein Teil gehört dem Imperator.
Nicht als Knechtschaft – sondern als Teilnahme an einer grösseren Einheit.
II. De Origine et Officio
Jeder Mensch wird in eine Funktion hineingeboren.
Diese Funktion ist weder Zufall noch Willkür, sondern Ausdruck des Gefüges.
Wer die ihm vorgegebenen Leistungsziele erfüllt,
wer sich in die soziale Ordnung fügt,
wer seinem Ordonatium und seinem Amt treu dient,
dem ist ein Leben in Sicherheit und Wohlstand garantiert.
Für diese Garantie ist Loyalität kein übermässiger Preis.
Denn:
Die Stärke des Imperiums gründet auf Ordnung.
Die Ordnung gründet auf Beitrag.
Der Beitrag gründet auf Pflicht.
Und in der Erfüllung dieser Pflicht liegt Würde.
III. De Vita Mea
Neben der Vita Ordinis besteht:
Vita Mea – das Leben des Selbst.
Die Vita Mea ist der persönliche Raum des Menschen.
Sie ist der Zwischenraum zwischen den Pflichten.
Sie ist das Mass der inneren Freiheit innerhalb der äusseren Ordnung.
Zu ihr gehören:
- Amor Ardentis,
- freiwillige Bindungen,
- persönliche Vorlieben,
- individuelle Neigungen,
- die Wahl der Coniuncti Ardentis,
- der Genuss und die Pflege der Emotionen.
Die Vita Mea ist kein Gegensatz zur Ordnung.
Sie ist ihr notwendiges Gegengewicht.
Denn die Ordnung regelt von der Zeugung bis zur Bahre.
Ohne inneren Raum würde sie zur Last.
Mit innerem Raum wird sie getragen.
Das Imperium gewährt diesen Raum,
weil es stark genug ist, ihn zu gewähren.
Die Freiheit innerhalb der Vita Mea ist die Frucht der Stärke der Vita Ordinis.
IV. De Harmonia
Wo Vita Ordinis und Vita Mea im Gleichgewicht stehen,
dort entsteht der vollkommene Civianus.
Die gemeinschaftliche Leistung schafft die Macht des Imperiums.
Die Masse ermöglicht individuelle Entfaltung.
Doch Entfaltung ohne Pflicht führt ins Chaos.
Pflicht ohne inneren Raum führt zur Erstarrung.
Darum gilt:
Erfülle die Vita Ordinis mit Disziplin.
Bewahre die Vita Mea mit Mass.
So bleibt das Imperium stark.
So bleiben die Dei Vetustorum geehrt.
So bleibt die Menschheit geeint.